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In unserer speziellen Sprechstunde informieren wir Sie gerne.

FÜR Diabetiker:innen

Diabetes und Parodontitis: Zusammen Gefährlicher als Bonnie und Clyde

Wussten Sie, dass sich Parodontitis und Diabetes Mellitus gegenseitig beeinflussen?

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit hängen eng zusammen. Ein schlecht eingestellter Diabetes verschlimmert durch den erhöhten Blutzuckerspiegel eine entzündliche Erkrankung wie die Parodontitis. Diese kann wiederum zu Zahnverlust führen. Klinische Untersuchungen zeigen, dass umgekehrt eine unbehandelte Parodontitiserkrankung die Einstellung der Blutzuckerwerte deutlich erschwert und einen Diabetes dadurch verstärkt.

Je früher beide Krankheiten erkannt und behandelt werden, umso größer die Chance, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und Zahnverlust und Folgeschäden des Diabetes zu mindern.

spezielle Sprechstunde für Diabetiker:innen Im Zahnzentrum Westerwald

Unser Team im Zahnzentrum Westerwald ist speziell für die Behandlung von Diabetes-Patienten:innen ausgebildet. In unserer eigenen Diabetes-Sprechstunde beantworten Dr. Marko Reiter und seine Kollegen:innen Ihre Fragen rund um das Thema Diabetes und Mundgesundheit. Wir kooperieren auf Wunsch eng mit Ihren behandelnden Ärzten und haben spezielle Gesundheitskonzepte für Sie entwickelt. Weiterhin führen wir direkt in der Praxis Blutzuckertests durch und informieren bei Auffälligkeiten Ihren behandelnden Arzt.

 

DiabetES

Rund acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Diabetes-Erkrankung. Die beiden häufigsten Formen sind der Typ-1 und der Typ-2-Diabetes.

Typ 1 beginnt meist im Kindes- und Jugendalter und wird auch „insulinabhängiger Diabetes“ genannt, weil der Patient lebenslang mit Insulininjektionen behandelt werden muss. Auslöser ist meist das körpereigene Immunsystem, das die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, so dass es in kurzer Zeit zu einem absoluten Insulinmangel kommt. Der Typ-1 kommt jedoch nur bei fünf Prozent aller Diabetiker und damit recht selten vor.

Anders der Diabetes-Typ 2: vielen als „Altersdiabetes“ bekannt, betrifft er vor allem Menschen ab 40 Jahren und tritt bei über 90 Prozent der Diabeteserkrankten auf. Bei dieser Diabetesform reagieren die Körperzellen nicht mehr richtig auf das Insulin und es verliert seine Wirkung (Insulinresistenz). Besonders dramatisch für viele Betroffene sind die teils lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen eines Diabetes. Diese reichen von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, über Nervenerkrankungen und Augenleiden, bis hin zum diabetischen Fuß.

Insbesondere Patienten mit Typ-2-Diabetes sind von einer Parodontitis-Erkrankung betroffen.

 

Parodontitis

Parodontitis wird durch Bakterien im Zahnbelag (Plaque/Biofilm) ausgelöst. Wird dieser nicht regelmäßig und gründlich entfernt, entsteht zunächst eine oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis). Ohne Behandlung kann die Entzündung weiter in den Bereich des Kieferknochens wandern und dabei die Fasern zerstören, die den Zahn im Knochen verankern. Zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch entstehen Zahnfleischtaschen. Unbehandelt kommt es zum Knochenabbau und infolgedessen zum Zahnverlust.

Das Tückische: Sowohl Parodontitis als auch Diabetes bleiben lange Zeit unbemerkt, da sie zunächst nahezu schmerz- und symptomlos verlaufen und oft erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium erkannt werden.

 

Parodontitis Und diabetes bedingen sich gegenseitig

Die Wechselwirkungen eines Diabetes und einer Parodontitis sind wissenschaftlich bewiesen und belegt. Diabetes-Patienten:innen haben ein bis zu 3-fach erhöhtes Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel verschlechtert die Durchblutung und somit die Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die Abwehrkräfte werden geschwächt und Keime und Bakterien können sich im Mundraum leichter vermehren. Sind Diabetiker:innen von einer Parodontitis betroffen, erhöht die chronische Entzündung die Insulinresistenz der Zellen. Der Blutzuckerwert verschlechtert sich weiter und für die Ärzte wird die Einstellung der Diabetes-Patienten mit Medikamenten deutlich erschwert.

Ein Diabetes kann aber nur dann stabil eingestellt werden, wenn gleichzeitig die Parodontitis behandelt wird. Umgekehrt lässt sich eine Parodontitis nur schwer therapieren, wenn die Blutzuckerwerte nicht stimmen. Für Diabetiker:innen mit einer unbehandelten Parodontitis kann eine zahnärztliche Therapie, die die Entzündung im Mund eindämmt, sogar ein Erfolgsfaktor in der Behandlung der Zuckerkrankheit werden, denn mit einer Parodontitisbehandlung lässt sich der HbA1c-Wert (Langzeitzuckerwert) deutlich positiv beeinflussen und dauerhaft senken. So wird langfristig der Entstehung eines gestörten Zuckerstoffwechsels vorgebeugt und somit ein wichtiger Beitrag nicht nur für gesunde Mundverhältnisse, sondern auch für die Allgemeingesundheit geleistet. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch weniger Medikamente und eine erhöhte Lebensqualität.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Zahnmedizin und Allgemeinmedizin zum Wohle der Patienten*innen Hand in Hand arbeiten, um beide Erkrankungen zu therapieren. Deshalb kooperiert das Zahnzentrum Westerwald mit Diabetologen:innen und Allgemeinmedizinern:innen.

 

GUT ZU WISSEN

Diabetes-Patienten:innen, die auf ihre Mundgesundheit achten, verringern das Risiko für erhöhten Blutzucker und somit auch die Gefahr diabetischer Folgeerkrankungen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Prophylaxemaßnahmen beim Zahnarzt sind dazu wichtig. Nehmen Sie daher gewissenhaft und regelmäßig Behandlungs- und anschließend Ihre Nachsorgetermine wahr. Im Rahmen der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) werden alle bakteriellen Beläge gründlich entfernt, die ansonsten das Gewebe angreifen, schädigen und zu einer Parodontitis führen können. Nutzen Sie unsere Diabetes-Sprechstunde. Wir sind für Sie da.

Vitamin-D-Mangel? Wir testen und bringen Ihren Vitamin-D-Spiegel in Balance

Vor jeder Parodontitisbehandlung und Implantat-OP testen wir Ihren Vitamin-D-Wert. Liegt ein Mangel an Vitamin D vor, bestimmen wir für Sie die optimale Tagesdosis.

Denn: Ein optimaler Vitamin-D-Wert

  • verbessert die Wundheilung nach einem Eingriff
  • optimiert die knöcherne Einheilung von Implantaten
  • reduziert Entzündungsprozesse
  • stärk die körpereigene Abwehr

Wie läuft der Vitamin-D-Test ab?

Mit einem neu entwickelten Testverfahren können wir Ihren Vitamin-D-Spiegel schnell und zuverlässig bei uns in der Praxis messen. Dazu wird am Finger ein kleiner Blutungspunkt gesetzt und aus einem Tropfen Blut der Wert digital ausgelesen. Die Auswertung erfolgt innerhalb von 15 Minuten. Sie erfahren unmittelbar, auf welchem Niveau sich der Vitamin-D-Spiegel befindet und werden direkt professionell beraten.

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